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Das Öl im Boden lassen! S.O.S. aus dem Yasuní Nationalpark in Ecuador Drucken E-Mail
Montag, den 24. März 2014 um 13:29 Uhr

Der von der UNESCO als weltweit einzigartiges Biosphärenreservat anerkannte Yasuní Nationalpark im ecuadorianischen Amazonasregenwald gehört zu den artenreichsten Gebieten der Erde. Seine einmalige Tier- und Pflanzenwelt sowie das Leben der dortigen indigenen Stämme sind jedoch durch das geplante Eindringen von Ölfirmen in die hoch sensiblen ITT-Felder des Parks akut gefährdet: im August 2013 beschloss der ecuadorianische Präsident Rafael Correa die Ausbeutung der Ölreserven im Yasuní-ITT.

Seitdem tritt ein breites Bündnis von Umweltgruppen, indigenen Organisationen,  Frauenverbänden und vielen jungen Bürger/innen aus Ecuador - Yasunidos genannt - dieser Entscheidung entgegen: Yasunidos sammelt im ganzen Land Unterschriften für ein Referendum über die Ölfrage. Mit großer Aussicht auf Erfolg - eine überwältigende Mehrheit der Ecuadorianer/innen will das Öl im Boden belassen.

Um das Referendum einzuberufen, müssen dem Nationalen Wahlausschuss Ecuadors bis zum 12. April 2014 mindestens 600.000 gültige Unterschriften gegen die Ölförderpläne überreicht werden.

Allerdings ist Yasunidos nun, wenige Wochen vor dem Stichtag, das Geld ausgegangen. Benötigt wird die Finanzierung:

  • etlicher tausend weiterer Kopien der Unterschriftenformulare,
  • hunderter Kugelschreiber,
  • von neuem Informationsmaterial (Infosbroschüren, Flyer, Poster, Banner),
  • der weiteren Koordination der Kampagne in den Provinzen (Transport, Verpflegung,..),
  • von Infoveranstaltungen (Raummiete, Ausleihe von Mikros, Werbung, etc.), sowie Einiges mehr.

Josephine Koch, deutsche Aktivistin der Yasunidos Kampagne in Ecuador: "In Ecuador findet derzeit ein historisch einzigartiger Prozess statt, in dem es um nicht weniger geht als um einen Schritt in Richtung einer Weltgesellschaft nach dem Ende des Erdöls."

Bitte spende jetzt! Jeder Beitrag hilft, dem Referendum und damit einem guten Leben ohne Öl näher zu kommen sowie Menschenrechte zu schützen!

Video Yasunidos

Im ganzen Land opfern vor allem junge Menschen ihre gesamte freie Zeit, um Unterschriften zu sammeln. Sie müssen für alle Kosten selbst aufkommen und sind auf daher auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen.

Es bleibt nur noch wenig Zeit, aber gemeinsam können wir das schaffen!

Deine Spende an Yasunidos:

Klima-Bündnis*
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE73430609678038409001
BIC: GENODEM1GLS
Spendenzweck: Yasunidos

Hintergrund:

Im Rahmen der sog. Yasuní-ITT Initiative machte Ecuador bereits 2007 der Welt den bislang einzigartigen Vorschlag, auf eine Ölförderung im Yasuni-ITT für immer zu verzichten, wenn die internationale Staatengemeinschaft das südamerikanische Land mit wenigstens der Hälfte der durch den Verzicht entgangenen Einnahmen unterstützt. Durch das Referendum könnte die Yasuní-Idee doch noch gerettet und die Emission von ca. einer Milliarde Tonnen CO² vermieden werden - so viel wie ein Land der Größe Brasiliens jährlich ausstößt. Es wäre außerdem das erste zivilgesellschaftlich initiierte Referendum zum Schutz der Rechte der Natur und der indigenen Völker überhaupt. Über 60% der Ecuadorianer/innen haben sich in Umfragen für das Referendum ausgesprochen, 85% unterstützten die Yasuní-ITT Initiative.

*Das „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V.“ ist ein europäisches Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, die sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen. http://www.klimabuendnis.org/home.0.html?&L=1 Es wird die Spenden direkt an die Yasunidos-Kampagne weiterleiten. Bei Spenden über 100 Euro und Interesse an einer Spendenquittung, bitte die Adresse angeben.

1000 Dank!