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Deutschland will Natur bezahlen |
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Monday, 30. June 2008 |
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taz.de BERLIN afp Der
Bundestag unterstützt den Vorschlag Ecuadors, auf ein Ölförderprojekt
im Yasuní-Nationalpark zu verzichten, wenn sich die internationale
Gemeinschaft an den dadurch entstehenden Einnahmeausfällen beteiligt.
Ein interfraktioneller Antrag von CDU/CSU, SPD und Grünen wurde am
späten Donnerstagabend einstimmig angenommen, wie die Grünen
anschließend mitteilten. Zugleich fordert der Bundestag damit die
ecuadorianische Regierung auf, die Frist für die Annahme ihres
Vorschlags, die demnächst ablaufen würde, zu verlängern. Die Regierung
Ecuadors hatte im Juni 2007 angeboten, auf die Ölförderung in dem
Nationalpark am Rande des Amazonas-Tieflandes zu verzichten, wenn die
internationale Gemeinschaft 13 Jahre lang rund 350 Millionen Dollar als
jährliche Kompensation für die Einnahmeausfälle zahlt. Die andere
Hälfte der Einnahmeausfälle würde Ecuador selbst tragen. Der
Yasuní-Nationalpark zählt mit einer einzigartigen Artenvielfalt zum
Unesco-Weltnaturerbe.
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