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Monday, 30. June 2008 |
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taz.de BERLIN afp Der
Bundestag unterstützt den Vorschlag Ecuadors, auf ein Ölförderprojekt
im Yasuní-Nationalpark zu verzichten, wenn sich die internationale
Gemeinschaft an den dadurch entstehenden Einnahmeausfällen beteiligt.
Ein interfraktioneller Antrag von CDU/CSU, SPD und Grünen wurde am
späten Donnerstagabend einstimmig angenommen, wie die Grünen
anschließend mitteilten. Zugleich fordert der Bundestag damit die
ecuadorianische Regierung auf, die Frist für die Annahme ihres
Vorschlags, die demnächst ablaufen würde, zu verlängern. Die Regierung
Ecuadors hatte im Juni 2007 angeboten, auf die Ölförderung in dem
Nationalpark am Rande des Amazonas-Tieflandes zu verzichten, wenn die
internationale Gemeinschaft 13 Jahre lang rund 350 Millionen Dollar als
jährliche Kompensation für die Einnahmeausfälle zahlt. Die andere
Hälfte der Einnahmeausfälle würde Ecuador selbst tragen. Der
Yasuní-Nationalpark zählt mit einer einzigartigen Artenvielfalt zum
Unesco-Weltnaturerbe.
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Monday, 30. June 2008 |
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Klima der Gerechtigkeit, Jörg Haas.. Respekt! Während G.W. Bush nichts besseres weiss als die Erschliessung
von Ölvorkommen selbst in Nationalparks voranzutreiben, hat der
Bundestag nun eine wegweisende gegenteilige Initiative unterstützt.
Treue Leser werden sich erinnern: Am 03.10.07 schrieb ich hier
von der Initiative der ecuadorianischen Regierung, die anbietet, ein
Ölfeld im Regenwald nicht zu erschliessen, sofern Ecuador wenigstens
teilweise für den entgangenen ökonomischen Nutzen entschädigt wird.
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Wednesday, 18. June 2008 |
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Die Tageszeitung, Kommentar von Gerhard Dilger
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Thursday, 12. June 2008 |
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Le Monde Diplomatique Ecuador verlangt, dass die Industrieländer ihre Umweltschulden abzahlen von Leah Temper und Joan Martinez Alier
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Thursday, 8. May 2008 |
Von Gerhard Dilger (epd)
Quito (epd). Ein undurchdringliches, wildes Paradies, in dem die
letzten isolierten Ureinwohner Ecuadors leben - das ist der östliche
Teil des Yasuní-Nationalparks im Regenwald von Ecuador. Auf der
Fläche eines Fußballfeldes wachsen hier mehr Baumarten als in ganz
Nordamerika. Hier lagern aber auch die größten Ölvorkommen des
südamerikanischen 13-Millionen Landes: Fast eine Milliarde Barrel,
also um die 150 Milliarden Liter. Wird das Schwarze Gold gefördert,
ist es vorbei mit den Urwaldvölkern, aber auch mit der Artenvielfalt
- das haben andere Fälle in den vergangenen 40 Jahren dramatisch
gezeigt.
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Friday, 1. February 2008 |
Von Luis Ángel Saavedra
(Quito, 16. Mai 2007, na).- Die Förderung von Erdöl im so
genannten Block Ishpingo-Tambococha-Tiputini, kurz ITT, zwischen den
Amazonas-Provinzen Napo und Pastaza gelegen, hat eine regierungsinterne
Debatte zwischen den einzelnen Fraktionen der Regierung Rafael Correa
ausgelöst. Nun wird sich zeigen, ob es Präsident Correa ernst
war mit seinem Versprechen, die schwächsten Glieder der
ecuatorianischen Bevölkerung zu schützen. Im aktuellen
Konflikt sind dies die indigenen Völker, die den Kontakt zur
Zivilisation meiden.
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Friday, 1. February 2008 |
Im Interview Alberto Acosta, Minister für Energie und Bergbau in Ecuador
von Frank Braßel
Der
neue Präsident Ecuadors, Rafael Correa, spricht von einer
„Bürgerrevolution“, die ihn ins Amt gewählt habe. Auf jeden Fall ist
sein Kabinett untypisch für Ecuador. Kaum ein etablierter Politiker ist
darin vertreten, stattdessen überwiegen jüngere kritische
AkademikerInnen. Als eine der einflussreichsten Personen im inneren
Zirkel von Correa gilt Alberto Acosta, der in den 70er Jahren in Köln
studierte, einer der bekanntesten Ökonomen seines Landes ist und 18
Jahre lang Berater des Lateinamerikanischen Forschungszentrums ILDIS
der Friedrich-Ebert-Stiftung in Quito war. Alberto Acosta ist
langjähriger Autor der ila. Jetzt sitzt er als Chef im Energie- und
Bergbauministerium an zentraler Stelle, um seine Ideen in die Tat
umzusetzen. Er gilt als unprätentiös, entschieden, intelligent und
integer. Seine ersten Maßnahmen zur überwindung der Energiekrise
handelten Acosta Anfang März das Lob der konservativen Tageszeitung El
Comercio ein: „Das Vorgehen von Minister Acosta zeigt, dass ein Linker
nicht notwendigerweise das Gegenteil von Effizienz und administrativer
Leistungsfähigkeit darstellen muss.“
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Friday, 1. February 2008 |
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Die Wochenzeitung Ecuadors Regierung möchte auf die Erdölförderung im Amazonas
verzichten - dafür will sie allerdings Geld. Ein Gespräch mit dem
Energieminister Alberto Acosta
(Interview: Karin Gabbert und Stefan Reinecke) *
WOZ: Herr Acosta, Sie wollen ein Naturschutzgebiet im Amazonasbecken
vor der Ausbeutung der Ölreserven retten. Etwa eine Milliarde Barrel
lagern dort. Für seinen Einnahmeverlust soll Ecuador dreissig Jahre
lang etwa 350 Millionen US-Dollar im Jahr bekommen. Wer soll das
bezahlen?
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Friday, 1. February 2008 |
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Taz.de AUS ECUADOR KARIN GABBERT UND STEFAN REINECKE
Graue Wolken hängen in den Baumwipfeln. Es nieselt in Lago Agrio,
der 40.000-Einwohner-Stadt im Amazonasdschungel. Vom Band ertönt die
ecuadorianische Nationalhymne. Alberto Acosta, der Energieminister der
neuen linken Regierung von Rafael Correa, hebt an zu singen. Es gibt
etwas zu feiern: den vierzigsten Jahrestag der Ölförderung in Ecuador.
Damals, im April 1967, ließ der US-Konzern Texaco aus Lago Agrio 1, dem
ersten Bohrloch im ecuadorianischen Dschungel, Öl sprudeln.
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